Adventure 790 R

Nach dem Kauf der SMC stellte ich fest, das es keinen Sinn macht zwei Motorräder mit dem gleichen Zweck zu haben.
Dazu will ich Strecken fahren, die mit der SMC nicht gehen und ich sie da auch nicht hinbekomme.
Ich will nochmal eine Rally und Marathon Enduro fahren.
Also war ein wechsel angesagt.
Da ich beim Driving Center in Wesendorf ein Enduro Training gemacht habe und da die 790er Adventure fahren konnte, stand der Entschluss fest.

Ich hatte ja schon mit ihr geliebäugelt als sie in München auf der Messe gezeigt wurde.
Also die SMC-R drangegeben und eine 790R gekauft.

Die erste Fahrt ging von Uslar von TM Fuchs dann durch den Harz nach Hause.

Nach 200km hatte ich nur entspannt gedacht “wie schon zu Ende”
Nach den 120km nach Uslar mit der SMC zum tauschen dachte ich nur “endlich angekommen”
Macht schon ne Menge aus die Sitzposition und das entspanntere fahren mit einem ZweiZylinder.

Das erste was geändert wurde, waren die Rade Rasten die ca 10mm tiefer sind und der Navihalter wurde angebracht.
Was man da alles zerlegen muss um hinter den Scheinwerfer zukommen, lässt den Verdacht aufkommnen, das KTM auch sein Geld mit Schrauben verdient.

Das Einfahren fand dann auf einem Teilstück der TET Deutschland statt.
Dafür ging es erstmal nach Lübeck

Dort eine Nacht geschlafen und dann ging es quer durch Mecklenburg bis nach Neubrandenburg.

Die Streckenleistung am Samstag

und fast eine Punktlandung zur 1000er Inspektion

Nach der Inspektion ging es auch gleich wieder eine Runde durch den Harz.

und da ich nichts original lassen kann, wurden auch gleich erstmal die Hebel getauscht.

Ein paar Kilometer sind dann dazu gekommen, u.a. beim Endurotraining in Jüterborg und in Wesendorf.
Der Simmerring der Getriebausgangswelle wollte auch nicht mehr ganz dicht sein, aber ansonsten lief sie einfach nur.

Angebaut wurde noch die Rallyscheibe von Rade, welche aber nicht wirklich eine Änderung bringt, was den Luftzug am Helm betrifft, aber in meinen Augen besser aussieht.
So langsam bin ich dabei das Motorrad für den Urlaub vorzubereiten, es soll nach Schweden gehen, Teile der TET fahren.
Aber Zelt, Luftmatratze, Schlafsack und all mögliches Zeug muss verpackt werden.
So dachte ich die Gepäcktaschen von MoskoMoto wären eine gute Lösung.

Dazu sollten die Tooltubes montiert wreden, an Haltern von Perumoto.

Die Halter

Die montierten Tubes

Leider passt das ganze nicht mit den Taschen.
Sie liegen einfach zu sehr auf den Tubes auf, so das ich befürchte das die Tubes beim “Gelände” fahren abbrechen.

Wie ich auch festellen musste, bekomme ich mein Gepäck nicht unter.
Die Taschen bieten mit den 40 Litern leider nicht genug Platz, Gepäckroplle sollte auch zum Einsatz kommen, aber ich bekomme einfach nicht alles unter.
Somit bin ich dann doch auf ein Koffersystem umgestiegen.
Das sollte dann reichen

Koffersystem ist angekommen, leider hat aber DPD nicht beachtet, das eine Lieferung aus 2 Paketen besteht, somit warte ich auf meinen 2. Koffer.
Der Preis ist nicht günstig sondern billig gewesen, 200 Euro, war nen Rückläufer, wo ich mir dachte ist egal.
Die Halterungen am Koffer müssen selber angebracht werden und die Koffer sind halt nur aus Alublech, welches zusammen genietet wurde.
Kein Vergleich zu dem Trax System welches ich mal an der 950er hatte.
Aber kostet auch nur ein Bruchteil.

Der Anbau- und Haltesatz für die Adventure ist sehr passgenau und auch die Beschreibung ist sogar so das man weiss was gemacht werden muss und welche Schraube wo hin soll.

Von den Aussmassen ist es natürlich ne ganz andere Hausnummer als die MoskoMoto Taschen.
Aber auch vom Platz…

Den Schweden Urlaub haben die Koffer gut überstanden, einen Sturztest habe ich mir aber gespart.
Überzeugt bin ich von Koffern im allgemeinen nicht, aber wohl doch die beste Wahl gewesen.

In Schweden musste sie dann auch im Dreck zeigen was sie kann.
Der Mitas E09 hat gut gehalten und das gemacht wozu er drauf gekommen ist.
Man hat dem Vorderrad aber angesehen und angemerkt das es auf der 1600km Runde schon gelitten hat.
Nach ca 2400km sind vorne zwar noch 10mm Profil, aber auf der Strasse fahren macht damit absolut keinen Spass mehr.
Daher kommt jetzt bei ca 4300km Gesamtfahrleistung der Michelin Anakee Wild drauf.
Dazu wird die Sitzbank gegen die PowerParts Sitzbank mit +20mm Höhe getauscht.

Ein 450km Test hat gezeigt das sie für mich bequemer ist, die Höhe merkt man auch beim aufstehen, das ist doch etwas einfacher und man die Beine kommen durch die schmalere Forum genaus runter wie bei der normalen R Sitzbank.

Der Michelin Anakee Wild hat sich auch gut geschlagen, ok auf der Strasse kann alles nur besser sein als der Mitas E09

Es geht weiter, da ich mit dem Fahrwerk der 790er nicht wirklich zufrieden bin, die Front zu hart, das Heck überdämpft und ich bekomme kein wirkliches Gefühl für das Vorderrad, so wie ich es will, geht das Fahrwerk nun zu Berreiter, der hatte schon das Fahrwerk der Freeride gemacht und ich bin mla gespannt was er aus dem der 790er gemacht.
Solange steht sie nun so in der Garage