Superduke – Race

Superduke Race für die Saison 2011

Eigentlich wollte ich 2011 gar nicht mit der Superduke auf der Rennstrecke fahren, aber dann kam doch alles ganz anders!

Der Einsatz erfolgt u.a. in der Conti SuperdukeBattle

So wurde Hals über Kopf eine 2006er Cup Edition angeschafft, die schon in der Battle gefahren wurde und zurück gerüstet wurde auf die Strasse

 

So stand sie dann vor mir, nach dem ausladen

Als erstes wurden die Racingteile der Saison 2010 verbaut, das Fahrwerk der 2009er Superduke und die Akrapovic Auspuffanlge denn die Zeit war kurz, Freitags wurde sie abgeholt, Samstag umgebaut und Sonntag das erstemal in Oschersleben getestet

Woher der Name kommt

man sieht es nachdem die Superduke in RAL 4009 lackiert wurde.

Es war soweit!
Das Fliedermonster musste auf dem Prüfstand zeigen was es am Rad so leistet!
Die Leistung war in dem geschätzten Bereich, was mir aber Kopfzerbrechen machte war das sie viel zu mager läuft! 14:1 ist doch ein bischen viel Luft

Auf dem Diangramm kann man sehen das es bei den Akrapovic SlipOn Töpfe egal ist ob mit oder ohne db-eater gefahren wird. Es ändert sich nur die Lautstärke!

Beim Einsatz am Slovakiarinng

in der Werkstatt

…und so fand sich die Zeit mal wieder an dem Fliedermonster weiter zu machen.

Die Lackteile sind beim Lackierer und so bleibt der Weg frei zum Motor.

Also die originale Kupplungspumpe runter und die von der LC4 drauf, bei der Bedienung wird es keinen grossen unterschied in den Handkräften machen, aber für die LC4 Kupplungspumpe habe ich genug Hebel liegen und die Pumpe lag auch noch rum. Also kurz um die originale runter und die LC4 Pumpe drauf.

Aber die nächste Modifikation lies nicht lange auf sich warten und die Sekundäre Drosselklappe flog auch gleich noch raus. Ob und was es bringt wird der Prüfstand zeigen, aber das erst wenn der Tank vom lackierer zurück ist.

Die Technik des Motors muss noch etwas warten und auch das Lackkleid ist noch nicht wieder zurück vom Lackierer, so das nun die Fussrastenverstellung an die Reihe kam.
Dazu von der Firma CicleControl in den USA Adapterplatten bestellt und in dem Packet ist alles drin was man braucht.

Die Einstellungen sind manigfaltig, da findet jeder seine Position

So kommt es an

so sieht es dann angebaut aus

Im Rahmen der PowerCommander Schulung, musste das Fliedermonster her halten um zu zeigen wie man mit dem DynoJet Prüfstand und der TuneLink Software arbeitet.

Die Eingangsmessung lag schon unter dem Wert der ersten Messung, was wir aber auch getrost auf das Wetter schieben können und das es ein anderer Prüfstand war, als bei der 1. Messung

Leider hat der Conti RaceAttack dann sehr schnell abgebaut, und man sieht an der Wellenform das es keine saubere Aufnahme der Leistung war, so das ich dann mit einem neuen Reifen noch einmal einen Lauf machen muss.

Es war aber interessant wie sich so manche Sachen auswirken, bei dem was man gebaut hat und bei dem was man am PowerCommander V einstellen kann.
Der Ausbau der 2. Drosselklappe rentiert sich nicht, wenn man auf die Messwerte schaut. wie es im fahrbetrieb ist wird sich noch raus stellen.

Wer seine Superduke fahrbarer bekommen möchte oder auch das eine oder andere PS mehr raus holen will oder den Luftfilter oder den Auspuff geändert hat, der soll lieber die Euros in den PowerCommander und die Abstimmung stecker, das ist am effektivesten!

 

Nun hat es mich doch interessiert, was der PowerCommander gebracht hat!
So kam die Superduke mit einem Strassenreifen noch einmal auf den gleichen Prüfstand, wo auch die aller erste Messung durchgeführt wurde und so lässt es sich wunderbar vergleichen was vorher da war und nachher raus kam

Die Werte sprechen für sich, 115PS/93NM als Eingangsmessung und 121PS und 101NM als Ausgangsmessung, damit kann man schon zufrieden sein, wobei ich vermute das der Ausbau der 2. Drosselklappe nicht die grosse Rolle gespielt hat!

Wie es sich fahren lässt wird sich Ende Januar 2012 in Cartagena zeigen, dabei läuft dann auch das Autotune Modul mit und optimiert die Werte noch weiter.

Danach wirrd es eine neue Messung geben und dann kommt wohl die Umrüstung auf den 52er Drosselklappenbody der Superduke R

Der wohl letzte Einsatz des Fliedermonsters als Rennmotorrad erfolgte in Cartagena, gesundheitlich geht es nicht mehr und so wird das Fliedermonster leicht modifiziert auf die Strasse kommen

Aber immer noch als “Entwicklungsträger” für mich dienen um spielereien auszuprobieren

Beim Einsatz in Cartagena 01/2012

Weiter wird es gehen mit dem Ausbau des PowerCommanders, vorrübergehend, Einbau des 52er Drosselklappenbody, Kennzeichenhalter mit kombinierten Blinker/Rücklicht/Bremslicht und Einbau des Scheinwerfers, dann ab zum TÜV !

und dann mal sehen

Solangsam geht es in Richtung Strasse

Der Akrapovic ist verschwunden und einem originalen Dämpfer gewichen, der Kennzeichenhalter wurde montiert und wird verdrahtet

 

als nächstes kommt das Licht vorne rein und die Superduke wird auf Conti Road Attack 2 gestellt, noch ein paar Spiegel und dann gehts zum TÜV

So das Licht ist drin, die Blinker funktionieren, Kellermann sei dank und alles ist wieder zusammen geschraubt

Fertig ist nie Fertig 🙂

Also hiess es für das Fliedermonster wieder rauf auf die Bühne!

Es sollte kommen ein Federbeinschutz aus Neopren, neben dem Schutz vor Schmutz bietet es den Vorteil die orange Feder zu verstecken

Dazu kam noch der Scottoiler rein, ich als bekennede Kettenpflegeschlampe brauche sowas.

Eine schwarze Schwinge musste rein, hab mich dann doch entschlossen die silbernen Teile auch schwarz zu machen, aber das wird wohl erst im Winter weiter gehen, da doch einiges dann gepukvert werden muss

Dann kam endlich auch der PowerCommander V mit dem Autotunemodul, welcher ja schonmal drin steckte, aber nun in “der Dicken” gefahren wird

Die ersten Abstimmungsfahrten mit dem PowerCommander und dem Autotunemodul sind gelaufen. Es bedarf einiger abstimmungsarbeiten während der fahrt, es hies also immer wieder anhalten und nachbessern und nachregeln bis ich zum einem schon sehr guten Ergebnis gekommen bin

Nun sind es nur noch kleinere Anpassungen um die Übergänge weicher zu gestalten und dann kann ich wohl mit dem PowerCommander zufrieden sein.

In Mühevoller kleinarbeit wurde das Ruckeln welches zwischen 3000 und 4000 U/min auftrat beseitig und die Superduke läuft nun schön rund von 80%0 U/min bis zum Drehzahlbegrenzer

Nun muss das Autotune noch seine Arbeit leisten, aber da heisst es halt fahren fahren fahren

Als bekenendes Weichei, hab ich mir dann doch noch den 1cm Moosgummi mit 2cm Schaumstoff aufpolstern lassen

 

Die letzten Kilometer sind gefahren, das Project wurde beendet und das Fliedermonster wurde verkauft

heute wurde es abgeholt!